5 Werkzeuge, die dir helfen, deinen eigenen Weg zu gehen

Mit diesen fünf Werkzeuge an der Hand kannst du selbst feststellen, was dich antreibt, welches deine echten Stärken und Kompetenzen sind. Und sie zeigen dir, was du sonst noch machen kannst, um deine Berufung zu finden und das Optimum an nachhaltiger Lebensqualität rauszuholen.

1. Analysiere deine Motive

Warum? Mit deinen Motiven kannst du ganz schnell herausbekommen was dir wirklich wichtig ist. Es gibt hier verschiedene Ansätze und Methoden. Die Motivstrukturanalyse ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Möglichkeiten. Du kannst dort auf der Homepage auch kostenfrei einen Kurztest machen. Es geht aber auch so: Schreib dir die dort beschriebenen Motive einzeln auf Karteikarten. Danach suchst du dir spontan 3 bis maximal 4 Karten aus, von denen du sagst, ja diese Motive sind mir am wichtigsten.

Für jedes einzelne Motiv überlegst du dir jetzt drei aktuelle Tätigkeiten, die du in deiner beruflichen Tätigkeit machst bzw. was du dafür täglich tust. Du hast zum Beispiel ein starkes Motiv, Sicherheit. Vielleicht ist das der Grund, warum dir eine Festanstellung wichtig ist. Im nächsten Schritt überlegst du dir, wie du deine Motive in der Zukunft beruflich einsetzen möchtest. Auch hier schreibst du dir am besten gleich pro Motiv so viele Tätigkeiten wie möglich auf. Na, wie fühlt sich das an?

2. Filtere deine Stärken, Kompetenzen und Leidenschaften

Ich höre ganz oft von Menschen, »Ich weiß nicht wirklich was ich gut kann.«. Die einfachste Möglichkeit ist, Freunde, Familie und Arbeitskollegen zu fragen. Für was wirst du um Rat gefragt, in welchen Situationen ist dir etwas besonders gut gelungen. Du kannst jetzt sogar rausfinden, was für ein Arbeitstyp du bist. Schau dir mal hier diese Umfrage an, da bekommst du auch einen Eindruck, was dir wichtig ist.

3. Finde einen Grund für deine Tätigkeit

Hier stehen die Sinnfrage und das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Was empfindest du als ungerecht, wo siehst du einen Missstand, den du verbessern möchtest? Zum Beispiel, das viele Kinder keinen Zugang zu Bildung haben, Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, Menschen mit Migrationshintergrund schwerer einen Job finden. Du möchtest an einer Lösung für diese Probleme arbeiten? Zusammen mit deinen Motiven, Stärken und Kompetenzen kannst du jetzt schon eine tolle Berufung dir zusammenbauen. Ein Beispiel: Du hast das starke Motiv Sicherheit, hinzu kommt deine Leidenschaft für Sport, du bist ein Teamplayer, was auch gleich eine deiner Kompetenzen ist. Hinzu kommt, dass du sehr gut und gerne mit Jugendlichen arbeitest. Dich ärgert, das viele junge Menschen keinen Zugang zu Bildung haben. Eine Anstellung bei einer NGO, im Bereich Sportförderung mit benachteiligten Jugendlichen wäre nur eine von ganz vielen Möglichkeiten.

Behalte deine Ideen im Kopf bei der Jobsuche. Auch wenn sich nicht alles gleich realisieren lässt, ist dies die Basis für deine Berufung.

4. Raus aus der Routine

Einfach mal die Perspektive wechseln. Einen Tag Auszeit nehmen, von einem anderem Ort (vielleicht potenzieller Lieblingsort) aus arbeiten, eine Woche lang jeden Abend aufschreiben, was dir besonders gut gelungen ist, was du gelernt hast und was du noch lernen möchtest. Nach dieser Woche dein Stärkenprofil vervollständigen. Ein paar Tage lang täglich etwas Neues ausprobieren - du wirst sehen wie energetisch das wirkt.

5. Geschickt Netzwerken

Gerade weil die Digitalisierung stark zunimmt, wird das persönliche Netzwerk immer wichtiger. In Tätigkeitsprofilen der Stellenanzeigen stehen oft Beschreibungen, die nicht direkt auf die eigentlichen Aufgaben schließen lassen. Was heißt denn, für das Online-Marketing zuständig zu sein? Die Frage ist jetzt, wie kannst du herausfinden, was die Leute wirklich machen, ob ein Unternehmen oder eine Organisation zu dir passt? Am besten mit den Menschen persönlich reden. Über Social Media und Plattformen wie XING und LinkedIn sind Menschen mit interessanten Berufsprofilen direkt ansprechbar und oft auch bereit von ihren Berufen zu erzählen. Mit diesen 4 Fragen erfährst du sehr viel: Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus? Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen? Wie wird sich Ihr Beruf in den nächsten 5 Jahren verändern und wer könnte mir zu diesem Beruf noch Auskunft geben?

Wichtig bei allen Punkten ist, sofort anfangen! Machen und nicht warten....

Über die Autorin:

Susanne Kitlinski ist Business Coach und Kickstarterin für die Gestaltung von sozialökologischen Jobs und Unternehmungen. Mit mehr als 15 Jahren praktischer Erfahrung als Betriebswirtin und Pädagogin unterstützt sie Menschen beim Finden von passenden nachhaltigen Jobs. Für Unternehmen und Organisationen gestaltet sie umsetzbare soziale Geschäftsmodelle. Interaktive Workshops und Impulsvorträge rund um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung runden ihr Profil ab.

Aktuelle Informationen gibt es unter opensustain.com.