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Geographie Jobs

“Und was machst du dann nach dem Studium?” - Eine Frage, die sich viele geistes- und humanwissenschaftliche Studierende das ein oder andere Mal anhören müssen. So auch sicherlich viele Geographie-Studierende. Der naheliegenste Beruf ist natürlich der des Erdkundelehrers bzw. der Erdkundelehrerin, doch bietet dieses vielseitige Studienfach auch eine Menge anderer interessanter und wichtiger Jobalternativen - auch im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt.

Das schöne an Fächern wie Geographie ist die Bandbreite an Inhalten und verschiedenen Berufsmöglichkeiten. Auch wenn diese nicht unbedingt in den traditionellen Berufsgruppen angesiedelt sind, ist Geographie alles andere als eine »brotlose Kunst«. Vielmehr haben sich besonders in den letzten Jahren viele neue Möglichkeiten für angehende Geograph*innen entwickelt. Auch wenn in den meisten Stellenausschreibungen selten explizit »Geograph*innen« gesucht werden, sind besagte Absolvent*innen dennoch gefragt. Da die Geographie auf der Schnittstelle von Natur- und Gesellschaftswissenschaften angesiedelt ist, bieten sich Geograph*innen die unterschiedlichsten Einsatzfelder. Vor allem mit Wahlfächern, Studienschwerpunkten und Praktika kann man sich spezielles Wissen aneignen, das in verschiedenen Berufszweigen Verwendung findet.


Aktuelle Jobs & Stellenangebote

10. August 2020
Feature
Projektleitung (m/w/d) für Förderprojekte im Bereich Klimaanpassung
Stadt Ludwigsburg | Ludwigsburg
7. August 2020
Feature
Projektleitung (m/w/d) für das Förderprojekt "Nachbar.Schafft.Quartier - Klimaschutz im Alltag"
Stadt Ludwigsburg | Ludwigsburg
7. August 2020
Absolventen (w/m/d) aus dem Bereich Umweltwissenschaften, Biologie, Chemie, Umweltschutz / Ökologie oder Geografie
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg | Stuttgart
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Warum Geographie?

Da das Fach Geographie naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Ansätze verbindet und in einem Überschneidungsbereich zwischen den Geo-, Bio-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften liegt, kann man als Absolvent*in theoretisch in allen Bereichen eine Arbeit finden, die ein breites und vielseitiges Wissen erfordern. Auch analytische und problemlösende Fähigkeiten sind in vielen Bereichen sehr wichtig und auch hier haben Geograph*innen als ausgebildete Wissenschaftler*innen die Nase vorn. Diese Fähigkeiten sind nicht nur in der Stadt- und Regionalplanung von Vorteil, sondern auch im Umweltschutz und -management sowie auch in der Entwicklungshilfe oder dem (nachhaltigen) Tourismus. So können Geograph*innen mit spezifischer Expertise auch sehr gut als Berater*innen/Consultants arbeiten und sich als solche selbstständig machen. Natürlich hängt hier viel von der Schwerpunktsetzung im Studium ab, aber allgemein sind Geograph*innen in diesen Berufszweigen gut vertreten.

Auch in der privaten Wirtschaft sind einige Geographen anzutreffen. So können sie in der Wirtschaftsförderung, der Immobilienwirtschaft oder auch in der Marktforschung und dem Marketing tätig werden. Wer sich also nicht schon frühzeitig auf einen bestimmten Beruf festlegen möchte, oder allgemein sehr vielseitig interessiert ist, was Gesellschaft, Naturwissenschaft und seine Umwelt angeht, für den ist das Geographie-Studium sicher eine ausgezeichnete Lösung.

Wege zur Geographie und das Studium

Geograph*in wird man, wie oben schon angedeutet, durch ein Studium an einer Hochschule oder einer Universität. Die meisten größeren Universitäten bieten ein Geographiestudium an und im Allgemeinen werden im Grundstudium an allen Standorten ähnliche Inhalte vermittelt. So hat man zum Beispiel »Einführung in die Geographie«, »Physische Geographie«, »Anthropogeographie« und »methodische Arbeitsweisen in der Geographie«. Jedoch sollte man sich vorab informieren, ob es an bestimmten Hochschulen oder Universitäten Wahlbereiche oder Schwerpunkte gibt, die einen vielleicht besonders interessieren. So werden zum Beispiel in Köln noch »Mensch und Umwelt«, in Hamburg »Geodatenanalyse« und in Leipzig zusätzlich »Geoinformatik und Kartographie« angeboten.

An manchen Universitäten gibt es außerdem die Möglichkeit, Geographie mit einem anderen Fach zu kombinieren, oder als Haupt- oder Nebenfach zu wählen. Dort studiert man dann entweder zwei Fächer gleichwertig oder macht nur einen Teil der Kurse im Bereich Geographie. Die Nebenfächer reichen von artverwandten Fächern wie Geowissenschaften, Biologie, Meteorologie oder Archäologie über etwas weiter entfernte Fächer wie Geschichte und Politik bis hin zu Fremdsprachen und kulturwissenschaftlichen Studiengängen. Auch hier kommt es natürlich auf die Universität oder Hochschule an, ob sie diese Kombinationen zulässt, an sich stehen einem aber viele Türen in die unterschiedlichsten Disziplinen offen.   

Geograph*innen sind gefragt

Dank diesen breiten Ausbildungsinhalten und -möglichkeiten werden Geograph*innen auch im nachhaltigen und »grünen« Bereich gesucht. Vor allem mit Spezialisierungen auf Physikalische Geographie und Umwelt haben sie gute Chancen, als Projektmanager*innen oder Referent*innen für nachhaltige Projekte bei Organisationen, Stiftungen oder Firmen unterzukommen. Auch im wissenschaftlichen Bereich können sie als Gutachter*innen und/oder Sachverständiger*innen eingesetzt werden, da sie zum Beispiel Boden-, Wasser-, und Gesteinsanalysen vornehmen können. Gerade mit einem Nebenfach im Bereich Geologie oder Geowissenschaften ist dies besonders vielversprechend. Als Expert*innen für Klima, verschiedene Ökosysteme und die Meere können sie auch als Berater*innen für Umweltschutzorganisationen oder nachhaltige Unternehmen tätig werden. Auch in der grünen Politik ist so manche*r Geographie-Absolvent*in anzutreffen.

Dies spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wieder, der zur Zeit gut für Geograph*innen aussieht. Im Dezember 2018 waren von den ca. 2.3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland 1.162 Geograph*innen, Geolog*innen und Meteorolog*innen (sie werden in der Statistik zusammen erfasst) als arbeitssuchend gemeldet. Zum Vergleich: im Jahre 2014 waren es noch 1.450. Es ist zu erwarten, dass dieser Trend auch in Zukunft weiterhin anhalten wird. Allgemein finden etwa drei viertel der Absolvent*innen in den ersten sechs Monaten nach dem Abschluss den ersten Job.

Mögliche Arbeitgeber

Genau wie das Studium selbst ist auch die Auswahl an potentiellen Arbeitgebern sehr vielfältig. Als mögliche Arbeitgeber kommen vor allem Nichtregierungs- und Umweltschutzorganisationen (NGOs) und Forschungsinstitute, aber auch private Unternehmen in Frage.


Weitere mögliche Arbeitgeber:

bookitgreen

// Heidelberg

bookitgreen ist eine Reiseplattform, die es Reisenden ermöglicht, nachhaltige Reiseunterkünfte zu buchen. Um in bookitgreens Plattform aufgenommen zu werden, müssen Unterkünfte und Veranstalter mindestens 4 von 15 Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, wie zum Beispiel die Vermeidung unnötigen Abfalls, Bio-Nahrungsmittel oder Öko-Strom. Dies soll Reisenden ermöglichen, einen tollen, aber dennoch nachhaltigen und umweltfreundlichen Urlaub zu verbringen.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Die Arbeit des BUND umfasst u.a. die Pflege von Naturschutzflächen, Aufklärungskampagnen und Organisation von Demonstrationen. Die Themenfelder sind breit gefächert und reichen von Klimaschutz über ökologische Landwirtschaft bis hin zum Artenschutz. Bundesweit gibt es über 2.000 lokale BUND-Gruppen, die sich in ihrer Region engagieren.

Climate KIC

// Berlin

Climate KIC ist eine internationale Community mit verschiedenen Standorten in ganz Europa. Eines ihrer Büros befindet sich auch in Berlin. Ihre Vision ist »eine florierende, inklusive, klimaresiliente Gesellschaft mit einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft bis 2050« zu schaffen. Damit dies gelingt, fördert das Climate KIC unter anderem Innovation und den systematischen Wandel hin zum Klimaschutz. Seit seiner Gründung im Jahre 2010 wird  Climate KIC vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) gefördert.

Deutsche Umwelthilfe (DUH) e.V.

Die DUH erlangte durch ihre Klagen gegen einige deutsche Städte und Kommunen zur Durchsetzung von Diesel-Fahrverboten große mediale Präsenz. Als klageberechtigter Verband überprüft die DUH die Einhaltung umweltrelevanter Grenzwerte und Verbraucherschutzvorschriften. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation setzt sich für ein mit den ökologischen Grenzen vereinbares Wirtschaften und nachhaltige Lebensweisen ein. Zu den Hauptthemen gehören u.a. Arten-, Klima- und Verbraucherschutz sowie Verkehr & Luftreinhaltung.

Die Umwelt-Akademie e.V.

// München

Die Umwelt-Akademie e.V. befasst sich mit dem Problem des Klimawandels. Die Organisation versucht, das Bewusstsein der Menschen für eine nachhaltige Entwicklung zu stärken. Im Mittelpunkt soll verantwortungsvolles Handeln für Mitmenschen und Umwelt stehen.

Ecologic Institut gGmbH

// Berlin

Das Ecologic Institut ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Think Tank für umweltpolitische Forschung und Analyse. Es arbeiten ca. 100 Mitarbeiter*innen für das Ecologic Institut. Sie kommen aus über 25 Ländern und decken die gesamte Bandbreite der Umweltpolitik, nachhaltigen Entwicklung und sozial-ökologischen Forschung ab. Mitarbeiter*innen des Ecologic Instituts forschen in inter- und transdisziplinären Projekten. Sie beforschen, begleiten und evaluieren nationale, europäische und internationale Politikprozesse und bringen Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen.

EUROSOLAR e.V.

// Bonn

Ziel der Europäischen Vereinigung für Eneuerbare Energien ist der vollständige Ersatz fossiler und nuklearer Energieträger durch erneuerbare Energien. Der Verein betreibt intensive Lobbyarbeit auf EU-Ebene und erarbeitet Handlungsempfehlungen für politische Akteure und Unternehmen. Darüber hinaus organisiert EUROSOLAR zahlreiche Veranstaltungen wie z.B. die »IRES Konferenz« zum Thema Speichertechnologien und vergibt jährlich den »Solarpreis« an fortschrittliche Kommunen, Unternehmen und Organisationen.

Germanwatch e.V.

// Bonn

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation setzt sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt  der Lebensgrundlagen ein. Themenfelder der durchgeführten Lobby- und Kampagnenarbeit sind u.a. internationale Klimapolitik, Unternehmensverantwortung sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Im Fokus steht dabei der Austausch mit Politik, Öffentlichkeit sowie wissenschaftlichen Akteuren.

Greenpeace e.V.

// Hamburg

Die weltweit in über 45 Ländern vertretene Organisation ist bekannt für ihre aufsehenerregenden Kampagnen in der Öffentlichkeit. Durch Kampagnen gegen Nuklearwaffentests und gegen den Walfang wurde sie bekannt, hat aber zum Thema mittlerweile auch andere Umweltschutzthemen wie Überfischung, Gentechnik oder Klimaschutz.

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ

// Leipzig

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ist eines der weltweit führenden Forschungszentren im Bereich der Umweltforschung und zeigt Wege für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zum Wohle von Mensch und Umwelt auf. Es geht ihnen vor allem darum, Wege zur Vereinbarkeit einer gesunden Umwelt mit der gesellschaftlichen Entwicklung aufzuzeigen.

IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies)

// Potsdam

Das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung mit Sitz in Potsdam in der Nähe von Berlin hat es sich zur Aufgabe gesetzt, »gesellschaftliche Wandlungsprozesse hin zur nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung aufzuzeigen, zu befördern und zu gestalten«. Kooperationspartner des Institutes kommen aus der Wissenschaft, der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Forschungsansätze sind transdisziplinär, transformativ und ko-kreativ.  

NABU

// Berlin

NABU ist eine der größten Umweltorganisationen in Deutschland. Der Verein hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, gute Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden sicherzustellen. Er engagiert sich ebenfalls für den Tier- und Artenschutz, unterstützt z.B. Pflege- und Auffangstationen für verletzte Vögel und Säugetiere.

New Climate Institute

// Köln & Berlin

Ziel des New Climate Institute ist es, aus relevanten Forschungsergebnissen praktische Handlungsanweisungen für die Bekämpfung des Klimawandels abzuleiten. Diese Expertise kommt z.B. im Rahmen internationaler Klimakonferenzen oder bei der Weiterentwicklung des CO2-Emissionshandels zur Anwendung. Des Weiteren stellt das Institut eine Plattform zur Verknüpfung von Expert*innen, politischen Entscheidungsträger*innen und weiteren gesellschaftlichen Akteuren dar.

N.E.W institut e.V. und GmbH

Beim N.E.W institut dreht sich alles um Outdoor-Erlebnispädagogik. Obwohl erst einmal vielleicht nicht auf dem Radar einer/s Geograph*in, können die Fachkenntnisse im Bereich Landschaft, Natur und Umwelt sicher ein riesiger Vorteil sein, wenn man als Erlebnispädagog*in Klassenfahrten, Ausflüge, Erlebnis- und Klettertouren in der Natur organisiert. Das N.E.W institut bietet auch Fortbildungen in diesem Bereich an und unter den Mitarbeiter*innen finden sich auch einige Geograph*innen.

Öko-Institut e.V.

// Freiburg

Das Institut für angewandte Ökologie forscht und berät zu Themenbereichen wie Energie & Klimaschutz, Nukleartechnik & Anlagensicherheit sowie Umweltrecht & Governance. Zu den wichtigsten Auftraggebern des gemeinnützigen Öko-Instituts gehören Ministerien auf Bundes- und Landesebene (z.B. das Büro für Technikfolgenabschätzung am Deutschen Bundestag oder das Umweltbundesamt), Unternehmen sowie die Europäische Union. Darüber hinaus ist das Institut für NGOs und Umweltverbände tätig.

Oroverde

// Bonn

Die Tropenwaldstiftung führt zahlreiche Aktionen zum Schutz bedrohter Regenwälder durch, u.a. in Form von öffentlichen Kampagnen wie dem Bonner »Regenwaldbus«, Bildungsangeboten und einem Informationsportal für Verbraucher*innen. Darüber hinaus ist die Stiftung auch in den Tropen vor Ort aktiv, initiiert wissenschaftliche Studien und tritt mit der Politik in den Dialog.

Rat für Nachhaltige Entwicklung

// Berlin

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berät die Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit bei der Konzeption und Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Außerdem stärkt der RNE (z.B. durch Veranstaltungen, Stellungnahmen oder Pressemitteilungen) in der Bevölkerung die öffentliche Debatte zum Thema Nachhaltigkeit und zeichnet besonders zukunftsweisende Leuchtturm-Projekte mit dem Label »Werkstatt N-Projekt« aus.

Wikingerreisen

// Hagen

Wikinger Reisen ist ein CSR-zertifizierter, nachhaltiger Reiseanbieter, der sich speziell auf Wandern, Trekking oder Biking spezialisiert hat. Im Vordergrund stehen »Abenteuer und Aktivität«, gleichzeitig aber auch ein sanftes Reisen, bei dem in ausgewählten, inhabergeführten Hotels übernachtet und in lokaler Gastronomie gegessen wird. Wikinger Reisen unterhält auch eine Kooperation mit dem WWF.

World Wildlife Fund (WWF)

Wer kennt nicht das Panda-Logo? Der WWF gehört zu den weltweit größten Naturschutzorganisationen und legt besonderen Fokus auf den Erhalt der biologischen Vielfalt und natürlicher Lebensräume sowie der Eindämmung von Umweltschäden. Mit einer Vielzahl von globalen Initiativen möchte der WWF gezielt bedeutende Schutzgebiete und bedrohte Arten schützen.