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(Non) Profit

Nonprofits sollten mehr wie Unternehmen agieren

von Oliver Adria, 15. Mai 2015 08:00
​In den letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken gemacht zum Thema Finanzierung. Vor allem im Nachhaltigkeitsbereich gibt's langsam wohl ein Umdenken, Richtung "nachhaltige Unternehmen dürfen auch Geld verdienen" (oder gab's es irgendwie immer schon?).

Vor allem mit Crowdfunding und Crowdinvestment sind neue Möglichkeiten der Finanzierung hinzugekommen. Aber manchmal habe ich das Gefühl, einige machen's sich zu leicht. Man hat eine vage, unklare Idee, man stellt schnell eine Crowdfunding Kampagne auf, und hofft, dass alles klappt. Oder man gründet schnell ein Startup – um endlich mal "sein eigener Chef" zu sein – und Schritt 2 ist dann paradoxerweise die Suche nach einem Investor. Schritt 3 ist dann Angestellter in seinem eigenen Unternehmen zu sein.

Für einige Unternehmen ist es vielleicht sinnvoll, externes Investment zu holen (z.B. die, die sehr schnell wachsen müssen), und für einige Organisationen ist die Form der Mitgliederspende eine gute und wichtige Sache.

Doch ich denke, die meisten Unternehmen (auch social entrepreneurs bzw. Organisationen mit ökologischer / sozialer Ausrichtung) sollten versuchen, auch wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen. Denn oft kommt plötzlich nach der 1. Finanzierungsrunde die Erkenntnis: »Oh, wir brauchen doch mehr Geld. UND wir müssen schneller wachsen, um das investierte Geld zurückzugeben.«. Und schon nach kurzer Zeit muss man das Projekt einstampfen.

Spannender fände ich es, wenn ein Unternehmen durch den Umsatz des eigenen Produkts / der eigenen Dienstleistung überleben kann. "Alte Schule" könnte man schon fast behaupten. Und wenn's nicht direkt klappt, dann am Produkt oder an der Dienstleistung zu arbeiten, oder vielleicht am Marketing, aber nicht direkt an der Finanzierungsquelle. Ich will hiermit Social Entrepreneurs und gemeinnützigen Organisationen Mut machen, dass Sie für ihre Dienstleistung auch bezahlt werden sollten. Dass ihr Handeln die Welt verbessern kann. Dass Finanzierung nicht der primäre Fokus sein soll, aber Geld kein Übel sein muss.

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