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CSR-Berater im Einsatz (Teil II)

CSR im Mittelstand: Mit dem »Green Team« zur maßgeschneiderten Nachhaltigkeitsstrategie

von Roman Link, 1. September 2017 12:14
Damit die im Rahmen der CSR-Beratung erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich in die unternehmerische Praxis umgesetzt wird, raten CSR-Manager zur Einrichtung eines internen »Green Teams«. Genauso wichtig wie die interne Umsetzung ist die transparente Kommunikation nach außen, die sich vorteilhaft auf die Marktpositionierung auswirken kann.

Zu Teil 1: CSR im Mittelstand: Von der Unternehmensanalyse zur Nachhaltigkeitsstrategie

CSR in Unternehmensprozesse integrieren – das Green Team

Um einen Einblick in das Geschäftsleben des Unternehmens zu erhalten sowie um die Mitarbeiter*innen ansprechend einzubinden, empfiehlt es sich, den/die Nachhaltigkeitsbeauftragte(n) durch ein von ihm/ihr moderiertes »Green Team« zu unterstützen. Das Green Team besteht aus Vertreter*innen relevanter Geschäftsprozesse (bspw. Produktion, Vertrieb, Logistik, Controlling und weitere), die ihre persönlichen Erfahrungen und Wissen über den jeweiligen Unternehmensbereich einfließen lassen. So wird sichergestellt, dass vom CSR-Manager empfohlene und im Green Team gemeinsam konzipierte Maßnahmen im Sinne der Prozessoptimierung auch effektiv implementiert werden.

Insbesondere in der Startphase des CSR-Engagements eines Unternehmens dienen die Erfahrung und das Fachwissen externer CSR-Manager*innen dazu, »den Stein ins Rollen zu bringen«. Ist eine Nachhaltigkeitsstrategie erst einmal verabschiedet und sind erste Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Betriebsprozessen implementiert, kann der/die CSR-Manager*in die Leitung des Green Teams in Zukunft einem internen Mitarbeiter überlassen.

Tue Gutes und rede darüber

Nachhaltigkeitsmaßnahmen definieren sich nicht nur über ihren Inhalt. Entscheidend ist, dass ihre positiven Auswirkungen auch kommuniziert werden – und das sowohl extern als auch intern! Obwohl der Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) nicht von der seit dem Geschäftsjahr 2017 greifenden CSR-Berichtspflicht betroffen sind, bieten ein Nachhaltigkeitsbericht oder ein verkürzter Umweltbericht als wirkungsvolle Instrumente der Kommunikationspolitik weitreichende Chancen für KMU. Sie sorgen für Transparenz und Vertrauen gegenüber Stakeholdern, eine klare Zielsetzung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie und stellen ein strategisches Benchmarking-Tool dar. Neben der Kommunikation in Berichtsform sind auch Onlineauftritte wie die eigene Internetseite und Social Media effektive Kommunikationskanäle. Auch Online-Plattformen wie »Unternehmen für die Region e.V.« bieten mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Wissensaustausch.

Zuletzt steht aber ein Schlagwort über allen Bemühungen zu mehr unternehmerischer Nachhaltigkeit: Glaubwürdigkeit. Praxisbeispiele zeigen: Das volle Potenzial von CSR wird nur dann ausgenutzt, wenn das Unternehmen allen Stakeholdern gegenüber auch glaubwürdig erscheint. Darum ist es entscheidend, auch intern im Tagesgeschäft das zu leben, was nach außen kommuniziert wird. Dies umfasst Maßnahmen wie das Nutzen von Recyclingpapier, Ressourcensparen durch den Einsatz energieeffizienter Bürogeräte (Stichwort »Green Office«) sowie die interne Sensibilisierung auf das Thema Nachhaltigkeit im Rahmen von Schulungen und Diskussionsrunden.

Über den Autor

Roman Link ist zertifizierter CSR-Manager und Geschäftsführer der Beratungsagentur Link and Friends. Seit 2009 beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit im Mittelstand.


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