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Sinnvoll arbeiten

Corporate Volunteering: Beispiele in Unternehmen, Programme, Netzwerke

von Charlotte Clarke, 7. Juli 2019 07:22
Die Anforderungen an Unternehmen, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, steigen zunehmend. Beim Corporate Volunteering engagieren sich Mitarbeiter*innen aktiv für gemeinnützige Projekte. Dass die Förderung von ehrenamtlichen Aktivitäten nicht nur rein dem »guten Zweck« dient, sondern gleichzeitig wirtschaftlichen Interessen gerecht werden kann, hat sich bereits in vielfältigen Projekten gezeigt. Erfahre hier, welche Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen und welche Kooperationspartner es für engagierte Unternehmen gibt.

Was ist eigentlich Corporate Volunteering?

Unter Corporate Volunteering (auch Employee Volunteering) werden alle Aktivitäten eines Unternehmens verstanden, bei denen Beschäftigte sich mit ihrer Zeit und/oder ihrem Know-How für gemeinnützige Projekte oder gesellschaftliche Belange engagieren, die außerhalb der regulären Geschäftstätigkeit des Unternehmens liegen. Somit ist Corporate Volunteering ein spezieller Bereich innerhalb der Corporate Social Responsibility-Aktivitäten. Eine rein finanzielle Unterstützung von sozialen Organisationen durch das Unternehmen fällt nicht unter Corporate Volunteering. Projekte, bei denen Mitarbeiter*innen im Rahmen von z.B. Aktionstagen Spenden sammeln, hingegen schon. Was beim Corporate Volunteering zählt, ist der aktive Einsatz der Belegschaft.

Welche Formen des Corporate Volunteering gibt es?

Projekte im Bereich Corporate Volunteering können in verschiedensten Formaten umgesetzt werden. Dabei kann das Unternehmen zum einen freiwilliges Engagement aktiv in die unternehmerischen Tätigkeiten einbinden oder zum anderen Mitarbeiter*innen darin unterstützen, sich privat einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu widmen, z.B. durch die Freistellung vom Arbeitsplatz für eine bestimmte Stundenzahl.

Beim aktiven Corporate Volunteering kann zwischen zwei Formen unterschieden werden:

Beim sog. »Skills-based«-Volunteering nutzen Mitarbeiter*innen gezielt ihre beruflichen Kernkompetenzen und ihr fachliches Know How, um ein gemeinnütziges Projekt professionell zu unterstützen und voranzutreiben. Dies kann z.B. im Rahmen einer kostenlosen (»pro bono«) Beratung (etwa zu rechtlichen oder finanziellen Themen), einer zeitlich begrenzten Entsendung der Mitarbeiter*innen in Partnerorganisationen (»Secondment«) oder der Durchführung von Formaten sein, bei denen sich Führungskräfte aus dem unternehmerischen und sozialen Bereich auf Augenhöhe austauschen. In einigen Unternehmen sind Skills-based-Projekte im Ausbildungsprogramm für z.B. Trainees oder Nachwuchsführungskräfte fest verankert.

Im Rahmen von »Hands-on«-Volunteering packen Mitarbeiter*innen wortwörtlich mit an und lernen ganz andere Arbeitswelten kennen. Dies kann z.B. die Mitarbeit in Behinderteneinrichtungen, das Pflanzen von Bäumen in Naturschutzgebieten, eine Exkursion mit Schulkindern oder sogar im Ausland im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sein. Hier stehen handwerkliche und zwischenmenschliche Fähigkeiten im Vordergrund. Diese Form des Corporate Volunteering fördert die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter*innen und deren Fähigkeit, andere Perspektiven einzunehmen. Vorteil des »Hands-on«-Volunteering ist, dass es nicht an spezielle fachliche Qualifikationen gebunden ist und sich somit alle Mitglieder der Belegschaft leicht in die Aktivität einbeziehen lassen.

Auch hinsichtlich des zeitlichen Umfangs der Corporate Volunteering-Aktivitäten ist von der Organisation einzelner Aktionstage (z.B. »Social Days«) über den mehrmonatigen Einsatz von Mitarbeiter*innen in einer gemeinnützigen Organisation bis hin zur kontinuierlich stattfindenden Kooperation zwischen Unternehmen und Partnerprojekt (z.B. in Form von Patenschaften) alles möglich.

Damit das Engagement der Mitarbeiter*innen eine bleibende Wirkung erzeugen kann, sind langfristige und kontinuierliche Projekte meist effektivere und sinnvollere Lösungen als kurzfristig ausgelegte Projekte und Einzelaktionen.

Welche Vorteile hat Corporate Volunteering?

Viele Unternehmen nutzen Freiwilligeneinsätze gezielt als Maßnahme für die Kompetenzentwicklung ihrer Mitarbeiter*innen (sog. »Engagementlernen«). Durch den Blick über den Tellerrand hinaus und das Erfahren ungewohnter Arbeitswelten erwerben die Freiwilligen neue fachliche und persönliche Fähigkeiten. Darüber hinaus stärkt das Gefühl, seine beruflichen Kompetenzen sinnstiftend einbringen zu können, die Zufriedenheit und die Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem eigenen Unternehmen. Darüber hinaus wirkt sich der gemeinsame Einsatz mit Kolleg*innen positiv auf den Zusammenhalt im Team aus.

Nicht zuletzt signalisiert das bürgerschaftliche Engagement aber auch nach außen hin, dass das Unternehmen aktiv gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und stärkt so seine positive Reputation gegenüber Kund*innen und anderen Stakeholdern. Somit erzielt Corporate Volunteering nicht nur sozialen, sondern für die Unternehmen unmittelbar auch wirtschaftlichen Mehrwert.

Die kooperierenden Organisationen, z.B. soziale Einrichtungen, Non-Profit-Organisationen, karitative Vereine oder Naturschutzverbände profitieren natürlich ebenso vom investierten fachlichen Know-How und durch die praktische Mithilfe der Freiwilligen. Darüber hinaus fördert die stärkere Verknüpfung von Unternehmen und dem gemeinnützigen Sektor den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Transfer von wertvollem Know-How zwischen den Akteuren. Corporate Volunteering schafft somit für Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft eine »Win-Win-Win-Situation«.

Im Folgenden stellen wir dir eine Übersicht über Unternehmen vor, bei denen Corporate Volunteering fester Bestandteil ihrer Aktivitäten ist. Darüber hinaus findest du am Ende des Artikels eine Liste an Netzwerken, Programmen und Organisationen, die den Unternehmen Möglichkeiten für Freiwilligeneinsätze anbieten.

Unternehmen mit etablierten Corporate Volunteering-Aktivitäten und -Programmen

Allianz
Bei der Versicherungsgesellschaft Allianz ist Corporate Volunteering fest im Ausbildungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte verankert. Auch Praktikant*innen der Allianz haben die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. In Kooperation mit dem Münchener Verein »Lichterkette e.V.«, der zwischen Unternehmen und Sozialeinrichtungen vermittelt, wirken die Mitarbeiter*innen an verschiedenen sozialen Projekten mit und geben z.B. ein Bewerbungstraining für Förderschüler*innen oder helfen beim Aufbau einer Kinderbegegnungsstätte mit.

B + D  Agenturgruppe
Die Agenturgruppe aus Köln gründete bereits 1997 den Verein »1000 Tage Urlaub für Kinder e.V.«. Jedes Jahr organisiert der Verein in Zusammenarbeit mit den Kölner Jugendzentren und unter Mithilfe der bplusd-Mitarbeiter*innen Ferienfreizeiten für bis zu 100 Kinder aus Familien, die sich aus familiären oder finanziellen Gründen keinen Urlaub leisten können und ermöglicht Ihnen so Erholung vom Alltag und neue Erfahrungen.

Boston Consulting Group (BCG)
Im Rahmen des sog. »Social Immersion Programme« erhält eine kleine Gruppe von Berater*innen die Möglichkeit, bis zu 12 Monate lang für einen Klienten mit Social Impact (z.B. die UN, WWF, World Food Programme) tätig zu werden. Eine weitere Option bietet das »Secondment-Programme«, bei dem ausgewählte Consultants für 1 Jahr in externe soziale Projekte außerhalb des Unternehmens entsendet werden. Alternativ können Mitarbeiter*innen auch Abwesenheitszeiten in Anspruch nehmen, um sich außerberuflich in einer Organisation ihrer Wahl zu engagieren.

BMW
Nachwuchsführungskräfte bei BMW absolvieren als Trainees des »Global Leader Development Programme« ein soziales Teamprojekt, bei dem sie eine gemeinnützige Organisation aus den Bereichen Bildung, Mentoring, Talentförderung oder Ausbildungschancen beim Kompetenzaufbau mit ihrer Expertise unterstützen.

Deutsche Post DHL
Der Versanddienstleister DHL fördert mit verschiedenen Formaten das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter*innen. So werden beim »Global Volunteer Day«, der jährlich an allen weltweiten Standorten des Unternehmens stattfindet, gemeinnützige Projekte aktiv unterstützt. Dazu zählten u.a. Workshops zur Erdbebenvorsorge in Bangladesch, Aufforstungsprogramme auf Madagaskar oder Aktionen mit geflüchteten Kindern in Deutschland. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter*innen zu einer langfristigen Kooperation mit den unterstützten Projekten ermutigt. So können sie sich z.B. auf eine Förderung durch den »Living Responsibility Fund« bewerben und erhalten bis zu 4.000 € für ihr soziales oder ökologisches Partnerprojekt.

dm drogerie markt
Die Drogeriemarktkette verfolgt regelmäßig Corporate Volunteering-Projekte, bei denen sich Mitarbeiter*innen bei lokalen Aktionen für den guten Zweck einsetzen. Beispiele für lokale Aktionen sind die Teilnahme von dm-Teams an der Benefiz-Regatta »Rudern gegen Krebs« oder an Bürger- und Umwelt-Festen.

ERGO
Über den unabhängigen, gemeinnützigen Verein »ergo: wir helfen e.V.« engagieren sich rund 4.600 Mitarbeiter*innen der Versicherungsgesellschaft für karitative Projekte, besonderer Fokus liegt dabei auf benachteiligte Kinder. Durch den Verzicht auf Centbeträge auf der Gehaltsabrechnung sowie kleine Spendenbeträge können Mitarbeiter*innen Mitglied des Vereins werden und somit zahlreiche soziale Projekte finanziell unterstützen. Darüber hinaus fördert ERGO auch das aktive ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter*innen: Im Rahmen von Aktionstagen können sie als Freiwillige in verschiedenen Projekten an ihrem Standort handwerklich oder organisatorisch mithelfen, z.B. bei der Entwässerung einer Moorlandschaft, in integrativen Kindertagesstätten oder Schulgärten.

help alliance
Die Hilfsorganisation help alliance wurde von der Lufthansa Group und ihren Mitarbeiter*innen gegründet. Hier können sich Mitarbeiter*innen mit ihren Fähigkeiten und Netzwerken ehrenamtlich an internationalen Entwicklungsprojekten, vor allem zum Thema Bildung und Entrepreneurship, beteiligen. Die Projekte können von den Mitarbeiter*innen selbst vorgeschlagen werden, die help alliance stellt im Falle einer Bewilligung entsprechende Fördermittel für die Durchführung zur Verfügung.

Henkel
Mit seiner »MIT-Initiative« unterstützt Henkel das freiwillige Engagement der Mitarbeiter*innen und Pensionär*innen auf internationaler Ebene. Beispielsweise sammelten Mitarbeiter*innen in China im Rahmen einer Spendenaktion Kleidung für in Not geratene Menschen in Tibet oder halfen bei einem Austauschprojekt zwischen Schulen in Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina mit.

Hogan Lovells
Beschäftigte der internationalen Wirtschaftskanzlei werden dazu ermutigt, sich mindestens 25 Stunden pro Jahr in einem gemeinnützigen Projekt zu engagieren oder Pro Bono-Rechtsberatung zu leisten. Schwerpunkte sind dabei die Beratung von Social Entrepreneurs und Projekte zur Förderung von benachteiligten Jugendlichen. Zu den langjährige Kooperationspartnern in Deutschland gehören hier Ashoka und JOBLINGE.

Mit dem Programm »Debate It!« werden Haupt- und Realschüler*innen bei der Verbesserung ihres verbalen und non-verbalen Ausdrucksvermögens unterstützt. Außerdem wurde Hogan Lovells 2017 für ihr vielfältiges bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Geflüchteten-Hilfe mit dem Deutschen CSR-Preis ausgezeichnet.

IBM
Das IT- und Beratungsunternehmen unterhält eines der größten Corporate Volunteering-Programme weltweit. In der »On Demand Community« haben sich seit 2003 über 150.000 IBM-Mitarbeiter*innen und Pensionär*innen mit ihrem fachlichen Know-How in vielfältigen IT-Projekten mit sozialem Impact engagiert, z.B. in kommunalen Einrichtungen, gemeinnützigen Vereinen und Schulen. Dabei tragen die Engagierten ihre beruflichen Kompetenzen und ihr Fachwissen in die Projekte hinein, so dass auch die Zivilgesellschaft von ihrer Expertise profitiert. Darüber hinaus möchte IBM im Rahmen des Programmes »Corporate Service Corps« die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern. Dabei begleitet ein Berater*innen-Team lokale Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Bildungseinrichtungen vor Ort und unterstützt z.B. bei der Entwicklung von Technologien, Geschäfts- oder Marketing-Strategien.

KPMG
Das internationale Wirtschaftsberatungsunternehmen KPMG organisiert regelmäßig den »Make a Difference Day«. An diesem Aktionstag werden deutschlandweit in Kooperation mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen insgesamt 7 Projekte oder Aktionen durchgeführt, an denen die Mitarbeiter*innen mitwirken können. Dazu gehören z.B. Bewerbungstrainings und für Geflüchtete, Naturerfahrungs-Ausflüge mit Schüler*innen oder die Mithilfe auf einer Kinder- und Jugendfarm.

Darüber hinaus ist KMPG gemeinsam mit anderen Unternehmen Teil des Programms »Partners in Leadership«, bei dem Führungskräfte sich mit den Leiter*innen von Schulen über ihre Führungsaufgaben austauschen und gemeinsam Strategien zur Weiterentwicklung der Organisation Schule entwickeln. Im Rahmen des Programmes »My Finance Coach« bekommen Schüler*innen Expert*innen-Wissen zum Thema Geld & Finanzen an die Hand. Zudem sind KPMG-Berater*innen an verschiedenen Hochschulen pro bono beratend tätig.

MSD Sharp & Dohme
Das Pharmaunternehmen MSD ermöglicht seinen Mitarbeiter*innen im Rahmen des Corporate-Volunteering-Programms »Ich engagiere mich« die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit und bei vollem Gehalt pro Jahr bis zu 20 Stunden für soziale Projekte in ihrer Umgebung zu engagieren.

SAP
Beim weltweit tätigen Softwareunternehmen SAP organisieren Mitarbeiter*innen jährlich den »Global Month of Service«, im Rahmen dessen sie aktiv mit ihren beruflichen Kompetenzen Projekte unterstützen, die einen Beitrag zu den »Sustainable Development Goals« der Vereinten Nationen leisten. Darüber hinaus werden die Beschäftigen dazu ermutigt, sich mit ihren fachlichen Kenntnissen auch außerhalb des Aktionszeitraums ehrenamtlich in gemeinnützige Projekte einzubringen. Beim Programm »SAP Social Innovation Series« begleiten freiwillige SAP-Mitarbeiter*innen als Mentor*innen Studierende mit nachhaltigen Geschäftsideen. Zudem bietet SAP im Webinar »Empathy in Motion: The Power of Employee Volunteering« anderen Unternehmen und Organisationen eine umfassende Guideline zur Umsetzung eigener Corporate Volunteering-Programme.

Tchibo
Das Einzelhandelsunternehmen Tchibo ist seit 2016 Mitglied der Integrationsinitiative der deutschen Wirtschaft »Wir zusammen« und unterstützt mit seinem Corporate Volunteering-Programm die Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen. Dabei packen die Mitarbeiter*innen z.B. in Erstaufnahmestellen und Schulen mit an oder können als Mentor*innen Geflüchtete bei der Bewältigung von Herausforderungen im Alltag (z.B. Behördengängen) unterstützend begleiten.

Vaude
Der im baden-württembergischen Obereisenbach ansässige Sportartikelhersteller Vaude legt großen Wert auf die berufliche und soziale Integration Geflüchteter. Bei einem Tag der offenen Tür erhalten Geflüchtete einen Einblick in das Unternehmen und den Arbeitsalltag in Deutschland. Zudem werden sie mit einem Bewerbungstraining beim Berufseinstieg unterstützt. Um ihnen den sozialen Anschluss zu erleichtern, hat Vaude betriebsinterne Sportkurse für Menschen mit Fluchterfahrungen geöffnet. Des weiteren wurde 2016 ein Nähworkshop mit Geflüchteten durchgeführt, bei dem aus Materialresten Taschen hergestellt wurden, deren Verkaufserlös an einen gemeinnützigen Verein gespendet wurde.

Netzwerke und Organisationen

Bergwaldprojekt e.V.
Dieser Verein mit Sitz in Würzburg setzt sich bundesweit gemeinsam mit Freiwilligen in Wäldern und Mooren für den Erhalt dieser Ökosysteme ein. Durch die Mitarbeit in der Biotopenpflege sollen den Teilnehmer*innen bereichernde Naturerfahrungen ermöglicht sowie das Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie bedeutend und gefährdet unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind. Für Unternehmen bietet das Bergwaldprojekt ein- oder mehrtägige Team-Einsätze, bei denen sich die Mitarbeiter*innen für die Ökosysteme in ihrer eigenen Region engagieren und durch die gemeinsame Arbeit den Zusammenhalt im Team stärken können.

Empathy in Motion: The Power of Employee Volunteering
Dieses von openSAP angebotene Webinar richtet sich u.a. an CSR-Beauftragte, Führungskräfte und interessierte Mitarbeiter*innen und vermittelt in einem etwa 4-Stündigen Kurs, welche Vorteile Corporate Volunteering für das eigene Unternehmen und die Gesellschaft hat, welche Möglichkeiten und Formate für Mitarbeiter*innen-Engagement bestehen und wie die Belegschaft zur Teilnahme an Freiwilligen-Programmen und Aktionen motiviert werden kann. Das Angebot ist kostenfrei, es muss lediglich ein openSAP-Benutzerkonto erstellt werden. Auch nach Ablauf des offiziellen Kurszeitraumes können die Inhalte abgerufen werden, nur eine Teilnahme am Diskussionsforum ist nicht mehr möglich.

EUROPARC Deutschland e.V.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht der Erhalt und die Pflege von Nationalparks und Biosphärenreservaten in Deutschland. Im Rahmen des Programms »Ehrensache Natur - Freiwillige in Parks« werden auch Corporate Volunteering-Einsätze angeboten, bei denen die Mitarbeiter*innen ganz praktisch mit anpacken, indem sie z.B. bei der Pflanzung von Bäumen, Anlegen von Naturlehrpfaden oder dem Anbringen von Nistkästen helfen. Zu den möglichen Formaten gehören u.a. Team-Einsätze, Patenschaften sowie Secondments.

JOBLINGE e.V.
Mission des Vereins ist die Verringerung von Jugendarbeitslosigkeit sowie die Integration junger Geflüchteter in den Arbeitsmarkt. Durch ein umfassendes Unterstützungsprogramm werden sozial benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben betreut und begleitet. Für Unternehmen, die sich für Chancengerechtigkeit einsetzen möchten, bietet JOBLINGE die Möglichkeit, dass Mitarbeiter*innen sich als Mentor*innen oder Trainer*innen bei JOBLINGE engagieren.

Lichterkette e.V.Der in München ansässige Verein hat das Brückenbauen zwischen Unternehmen und dem sozialen Bereich zu seiner Mission erklärt. Durch den Einsatz von Mitarbeiter*innen in sozialen Bildungseinrichtungen, z.B. Familienzentren oder Berufsschulen werden beide Seiten durch Erfahrungen und den Transfer von Know-How bereichert. Die Lichterkette pflegt mit einigen großen Unternehmen eine langjährige Kooperation, im Zuge derer bereits verschiedenste Projekte realisiert wurden, u.a. Bewerbungstrainings für Geflüchtete oder die  Beratung von Schülerfirmen.

Malteser
Beim jährlich im September stattfindenden, bundesweiten »Malteser Social Day« engagieren sich bis zu 1.000 Mitarbeiter*innen verschiedener Unternehmen für hilfsbedürftige Menschen. Dabei vermittelt die Hilfsorganisation Teams aus 5-10 Mitarbeiter*innen an soziale Projekte in ihrer Umgebung, z.B. an Kinderheime, Behinderten- oder Senioreneinrichtungen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Malteser-Standorte auch unabhängig des Aktionstages für Unternehmen die Möglichkeit an, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Partners in Leadership
Bei diesem Programm, welches vom Verein BildungsCent e.V. begleitet wird, arbeiten Führungskräfte aus verschiedensten Unternehmen ein Jahr lang gemeinsam mit Schulleiter*innen auf Augenhöhe zusammen und tauschen sich zu Themen wie Mitarbeiter*innen-Führung, Qualitätsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Organisationsentwicklung aus. Dabei erhalten alle Beteiligten die Gelegenheit, einen Blick über den Tellerrand ihres gewohnten Arbeitsumfeldes hinaus zu werfen und sich von der Expertise der Teilnehmenden für die eigenen Aufgaben bereichern zu lassen. Mit diesen neuen Impulsen können Lösungsansätze für die Gestaltung zukunftsfähiger Schulen entwickelt werden.

Stiftung Manager ohne Grenzen
Die Stiftung vermittelt den Transfer von Management-Know How in Entwicklungsländer (Schwerpunkt Afrika). Dabei beraten und begleiten Führungskräfte deutscher Unternehmen Partner-Projekte für einen vorab definierten Zeitraum direkt vor Ort als Mentoren und stärken so mit ihrem Expert*innen-Wissen den nachhaltigen Aufbau regionaler Wirtschaftsstrukturen.

Tatendrang e.V.
Der münchener Verein bietet für Unternehmensteams verschiedene Möglichkeiten, andere Arbeitswelten kennenzulernen, ihre Kompetenzen für einen guten Zweck einzusetzen und neue Fähigkeiten zu erwerben. die Formate reichen vom »Sozialen Tag« bis hin zur Umsetzung umfangreicherer Projektideen. Außerdem organisiert der Verein regelmäßig den »Marktplatz Gute Geschäfte«. Bei dieser Messe stellen gemeinnützige Projekte ihre Angebote für Corporate-Volunteering vor und kommen mit interessierten Unternehmensvertreter*innen ins Gespräch.

UPJ
Als Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen bietet der UPJ Unterstützung bei der Umsetzung von Corporate Citizenship- und CSR-Aktivitäten. Durch Informierung und Vernetzung relevanter Akteure aus Wirtschaft, Non-Profits und öffentlicher Verwaltung soll die soziale Kooperationen im Gemeinwesen und eine verantwortliche Unternehmensführung gefördert werden. Zu den Mitgliedern des Netzwerks gehören sowohl mittelständische als auch große Unternehmen verschiedenster Branchen, darunter auch zahlreiche international bekannte »Big Player«.

Du kennst weitere im Bereich Corporate Volunteering engagierte Unternehmen oder Netzwerke, die auf die Liste gehören? Dann schreib uns fix eine Mail an team@nachhaltigejobs.de!


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